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Gehalt Assistenzarzt | Assistenzärztin

Was verdienen Sie und wie entwickelt sich das Gehalt?

„Mediziner gehören im Gesamtvergleich eindeutig zu den Besserverdienern“. 
Die Anfangsgehälter für Mediziner sind zwar gut, aber diese pauschale Aussage trifft auf die Assistenzärzte nur eingeschränkt zu.

Generelle Einordnung im Branchenvergleich

Mit einem Anfangsgehalt von rund brutto 53.000 € pro Jahr (ohne Dienste) ist das Gehalt von Assistenzärzten, im Vergleich zu anderen Hochschulabsolventen, gut und liegt im oberen Drittel. Aber die Anfangsgehälter bspw. von Ingenieuren, Informatikern und von Ökonomen in der Beratung liegen höher (teilweise über 20%).
Zu beachten ist allerdings, dass generelle Branchenvergleiche wenig Aussagekraft haben, da die Gehälter regional und aufgrund der Unternehmensgröße auch innerhalb der Berufsgruppen stark differieren.

 

Gehalt Assistenzarzt: Tarifgebundene Struktur - Kaum Unterschiede zwischen Tarifverträgen

Das Anfangsgehalt von Assistenzärzten ist tarifvertraglich klar geregelt und auch transparent.
Die unterschiedlichen Tarifwerke (bspw. Unikliniken, öffentlicher Dienst, freigemeinnützige oder private Träger) unterscheiden sich in der Basisvergütung nicht signifikant.

  • Die Unterschiede zwischen den einzelnen Tarifverträgen liegen bei rund 3-5%.
  • Im Schnitt der Tarifverträge beträgt das Gehalt eines Assistenzarztes im 1. Jahr rund brutto 4.400 € im Monat.
  • Durch Bereitschafts- und Rufdienste kann sich das Gehalt für Assistenzärzte,  je nach Umfang, durchaus um 20 - 40% erhöhen.

 

Das Basisgehalt für Assistenzärzte | Assistenzärztinnen wird jährlich angepasst

Auch die Entwicklung der Gehälter während der Fachweiterbildung ist tarifvertraglich festgelegt und wird im Rahmen der tarifvertraglichen Veränderungen angepasst.

Tarifstruktur für Gehälter (brutto und monatlich) von Assistenzärzten im öffentlichen Dienst (ab 1 Mai. 2018 gültig):

  • 1. Jahr Fachweiterbildung:     4.400 €
  • 2. Jahr Fachweiterbildung:     4.650 €
  • 3. Jahr Fachweiterbildung:     4.830 €
  • 4. Jahr Fachweiterbildung:     5.140 €
  • 5. Jahr Fachweiterbildung:     5.510 €
  • 6. Jahr Fachweiterbildung:     5.660 €

 

Bereitschaftsdienste sind Arbeitszeit

Durch Entgelte für Bereitschaftsdienste und Rufbereitschaft kann sich das Gehalt für Assistenzärzte deutlich erhöhen. Vom Arbeitgeber werden Bereitschaftsdienste erwartet.
Im Schnitt sind etwa 3-6 Bereitschaftsdienste zu leisten. 
Die Anzahl der Dienste ist stark abhängig von der Leistungsstruktur einer Klinik und der Größe einer Einrichtung.
Es nicht unüblich, dass vor allem in kleineren Klinken und Krankenhäusern die Dienste fachbereichsübergreifend organisiert werden. 
Die Vergütung der Bereitschaftsdienste ist unter Beachtung der gesetzlichen Arbeitsregelungen tarifvertraglich vereinbart. Bereitschaftsdienste können auch durch Freizeit abgegolten werden. Dienste sind zwar prinzipiell Arbeitszeit, aber bei der Entgeltberechnung wird angenommen, dass die tatsächliche Arbeitsbelastung während der Dienste geringer ist. 

Beispiel: Bei 5 Bereitschaftsdiensten mit etwa 40 Stunden kann der Mehrverdienst (brutto) eines Assistenzarztes inkl. Feiertagszuschlägen, Nachtzuschlägen rund 1.500 € betragen. 

 

Rufbereitschaft ist prinzipiell Ruhezeit

Bei der Rufbereitschaft besteht grundsätzlich keine Anwesenheitspflicht. Die Ärzte | Ärztinnen haben sich nur zur Verfügung zu halten und müssen auf Abruf die Arbeit aufnehmen. Die Rufbereitschaft wird i.d.R. pauschal abgegolten. Daneben besteht Anspruch auf Entgelt für die im Rahmen der Rufbereitschaft tatsächlich geleistete Arbeitszeit. 
Das konkrete Entgelt für die Rufbereitschaft ist abhängig von der Dauer und der Art des Tages (Arbeits-, Feier- oder Wochenenden) und kann nur im Einzelfall berechnet werden.

Beispiel: Für Assistenzärzte liegt das Entgelt für die Rufbereitschaft in Summe pro Monat in einer Bandbreite von 300 - 600 € brutto im Monat.


Gibt es bei Assistenzärzten Gehaltsunterschiede zwischen Fachgebieten?

Nein.
Die Vergütung ist übergreifend für alle Fachbereiche einheitlich geregelt. Assistenzärzte werden in allen Fachgebieten nach den gleichen Tarifverträgen vergütet.


Unterscheiden sich Arbeitgeber in den Zusatzleistungen?

Tatsächlich gibt es bei Zusatzleistungen und in der betrieblichen Altersvorsorge stärkere Unterschiede zwischen Arbeitgebertypen.
Hier lohnt sich der Vergleich. Die angebotenen Zusatzleistungen und auch die Altersvorsorge sind allerdings im Vergleich wenig transparent. Ein wirklich differenzierter Vergleich ist mühsam und auch abhängig von der persönlichen Präferenz.


Keine Unterschiede zwischen Männern und Frauen

Die Tarifverträge - und das ist im Branchenvergleich durchaus zu erwähnen - sehen hier keine Differenzierung vor.
Männer und Frauen werden gleich behandelt und vergütet.


Stellenangebote und Perspektiven

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Ein ganz wichtiger Vorteil bei valmedi ist, dass die Stellenangebote nach der Weiterbildungsmöglichkeit gefiltert werden können. Wer nur sporadisch online ist, kann den Jobwecker einstellen und erhält dann automatisch per E-Mail passende Stellenangebote direkt zugeschickt.

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