Fachweiterbildung

Fachweiterbildung Neurologie | Fachbereich mit sehr guten Perspektiven

Informationen rund um die Fachweiterbildung Neurologie | Die passende Weiterbildung beim richtigen Arbeitgeber finden.

Die Neurologie ist mit der am stärksten wachsende Fachbereich in der Medizin mit vielfältigen beruflichen Perspektiven und einer sehr innovativen Entwicklung. 
Gerade die intensive Forschung und der technische Fortschritt macht die Neurologie zu einer modernen und sehr wichtigen Teildisziplin mit großem Einfluss auch auf andere Teilgebiete der Medizin.

Kurzprofil Neurologie

Das Fachgebiet Neurologie entwickelte sich in Deutschland erst um 1850 als eigenständiges Teilgebiet in der Medizin und hat auch historisch enge Verbindungen zu den Bereichen Psychiatrie, Neurochirurgie oder auch Geriatrie.
In der ehemaligen Bezeichnung „Nervenarzt“ kommt die enge Verbindung zwischen der Psychiatrie und der Neurologie zum Ausdruck. Mittlerweile sind die Teilgebiete jedoch klar abgegrenzt.
Vereinfacht gesagt behandelt ein Neurologe primär Störungen im zentralen und peripheren Nervensystem und der Psychiater konzentriert sich auf die Diagnose und Therapie von seelischen Erkrankungen.
Die Bedeutung der Neurologie als Fachgebiet der Medizin nimmt, u.a. auch bedingt durch den Alltagsstress und die zunehmende Überalterung der Bevölkerung, rasant zu. Die Neurologie ist mit der am stärksten wachsende Fachbereich in der Medizin mit vielfältigen beruflichen Perspektiven und einer sehr innovativen Entwicklung.

Fakten zur Fachweiterbildung Neurologie

Die offizielle Bezeichnung nach Abschluss der Fachweiterbildung in der Neurologie ist Facharzt | Fachärztin für Neurologie.
Die Fachweiterbildung in der Neurologie ist bundesweit weitgehend einheitlich und überall anerkannt.
Detaillierte Informationen finden Sie dazu auch auf der Website der Bundesärztekammer. 

Hier zusammengefasst wichtige Fakten und Eckpunkte der Fachweiterbildung Neurologie im Überblick:

Dauer und wichtige Stationen der Fachweiterbildung:
60 Monate, davon
  • 24 Monate in der stationären neurologischen Versorgung (Reha oder Krankenhaus)
  • 12 Monate in der Psychiatrie (Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik oder Psychotherapie)
  • 6 Monate in der intensivmedizinischen Versorgung von neurologischen Patienten
  • 12 Monate können auch aus anderen medizinischen Teilgebieten (z.B. der Inneren Medizin oder Allgemeinmedizin) angerechnet werden
  • 4 Monate der Weiterbildung können auch im ambulanten Bereich absolviert werden
Die häufigsten neurologischen Erkrankungen (dazu mehr auf der Website der Jungen Neurologen):
  • Schlaganfälle (dritthäufigste Todesursache, pro Jahr rund 270.000  Schlaganfälle)
  • Hirnblutungen
  • Schädel-Hirn-Trauma
  • Parkinson
  • MS (Multiple Sklerose)
  • Epilepsie
Wichtige Weiterbildungsinhalte:
  • Diagnostik, Therapie und Nachsorge von neurologischen Krankheitsbildern und Defekten
  • Anamneseerhebung biographischer und psychosozialer Zusammenhänge
  • Indikationsstellung und Monotoring von neurologischen und rehabilitativen Behandlungen
  • Indikationsstellung und Monotoring von neuroradiologischen Behandlungsverfahren 
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fachgebieten  insbesondere in der Therapie (bspw. Ergotherapie, Logopädie)
Wichtige Untersuchungs- und Behandlungsverfahren:
  • Elektroneurographie
  • Funktionsdiagnostik des autonomen Nervensystems
  • Elektromyographie
  • neuro-otologische Untersuchungen
  • neuropsychologische Testverfahren
  • sonographische Untersuchungen von Nervensystem
  • neurologische Befunderhebung bei Störungen der höheren Hirnleistungen
  • Erstellung und Überwachung von Rehabilitationsplänen
  • Punktions- und Katheterisierungstechniken

Perspektiven der Neurologie

Konstantes Wachstum seit vielen Jahren: mehr dazu bei der KBV

Der Fachbereich ist in den letzten Jahren, wie die kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) feststellt, konstant gewachsen. Die Fallzahlen steigen sowohl im ambulanten wie auch stationären Bereich. Besonders stark hat die stationäre Behandlung von neurologischen Erkrankungen in Krankenhäusern zugenommen.

  • Von 2007 bis 2016 ist die Anzahl neurologischer Fälle in Krankenhäusern um rund 45% auf 970.000 gestiegen
  • Die Fallzahl in Reha-Einrichtungen stieg um rund 12% auf ca. 190.000 Fälle

Mehr Neurologen und Neurologinnen

Lt. Statistik der Bundesärztekammer gab es in Deutschland (per Ende 2017) ca. 385.000 berufstätige Ärzte und Ärztinnen.
Etwa 2,5%, also etwa rund 9.900 Ärzte | Ärztinnen, sind Neurologen oder Nervenärzte. Davon sind etwa 7.200 Neurologen und rund 2.700 Nervenärzte.

Die Nervenärzte sind überwiegend im ambulanten Bereich tätig. Die Fachweiterbildung zum „Nervenarzt“ wurde nach der Weiterbildungsreform eingestellt. Mit der neuen Weiterbildungsverordnung ist die Fachweiterbildung zum Nervenarzt nicht mehr möglich.

Strukturdaten zur Situation in der Neurologie (nur Neurologen):

Berufliche Optionen und Verdienstmöglichkeiten (stationäre Versorgung)

Als Neurologe haben Sie vielfältige Möglichkeiten im stationären Bereich. Die Neurologie ist in der stationären Versorgung in Krankenhäusern, aber auch in der stationären Rehabilitation ein wichtiger Leistungsbereich.
Ärzte | Ärztinnen mit der Fachausbildung Neurologie haben aufgrund der Knappheit bundesweit beste Beschäftigungsperspektiven.

Tarifliche Eingruppierung von Neurologen | Neurologinnen in Krankenhäusern und Reha-Einrichtungen im Überblick:

Die passende Weiterbildung finden

Die Weiterbildung in der Neurologie ist bundesweit organisiert und möglich. Befugt zur Weiterbildung können sowohl niedergelassene Ärzte | Ärztinnen wie auch in Kliniken angestellte Ärzte | Ärztinnen sein.

In der Weiterbildungs-Datenbank von valmedi können Sie nach regionalen Präferenzen nach Weiterbildungsangeboten in der Neurologie filtern und sich auch direkt bewerben.

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Stellenanzeigen in der Neurologie finden

valmedi bietet sowohl Assistenzärzten | Assistenzärztinnen in der Neurologie, aber auch Neurologen und Neurologinnen mit abgeschlossener Weiterbildung viele attraktive Stellenangebote.

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Bildnachweis: Shutterstock 704012023

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