Krankenpflegehelfer/-in: Ausbildung und berufliche Perspektiven

Der Beruf des/der Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/-in gewinnt zunehmend an Bedeutung. Sie unterstützen Pflegefachkräfte und sorgen somit für eine erhebliche Entlastung im Pflegebereich. Das Gesundheitswesen bietet ein stabiles Arbeitsumfeld, und Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/-innen sind stark nachgefragt. Weiterqualifizierungen zur Pflegefachkraft sind möglich. Das Gehalt liegt jährlich zwischen 34.000 und 40.000 EUR, zuzüglich Sonderzahlungen und weiteren Leistungen.

Das Bild zeigt eine Krankenpflegehelferin die einen Patienten zur Untersuchung bringt.

Ein/e Gesundheits- und Krankenpfleger/-in betreut und versorgt Patienten in medizinischen Einrichtungen, hauptsächlich in der stationären Versorgung. Sie arbeiten vorwiegend in Krankenhäusern, Fachkliniken, Pflegeheimen und ambulanten Diensten. In diesem Beruf sind Empathie und Fachkompetenz wichtig, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Patienten gerecht zu werden. Der Beruf bietet eine solide berufliche Basis in einem wachsenden und sehr stabilen Arbeitsumfeld.

Berufsbild Gesundheits-und Krankenpflegehelfer/-in

Ein/e Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/-in unterstützt Pflegefachkräfte bei der täglichen Versorgung und Betreuung von Patienten in medizinischen Einrichtungen. Zu den Haupttätigkeiten zählen die Mitwirkung bei der Körperpflege, das Umlagern und Betten von Patienten, die Verteilung von Mahlzeiten sowie die Unterstützung bei der Nahrungsaufnahme. Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/-innen übernehmen auch wichtige Überwachungsaufgaben wie die Kontrolle von Puls, Temperatur, Blutdruck und Atmung.

Darüber hinaus begleiten sie Patienten zu Untersuchungen und Behandlungen und wirken bei physikalischen Therapien mit. Sie tragen Verantwortung für Sauberkeit und Hygiene in der Einrichtung, indem sie Instrumente reinigen und pflegen, Krankenzimmer aufräumen und Betten richten. Weitere Aufgaben umfassen die Durchführung einfacher ärztlicher Anweisungen und die Mithilfe bei der Pflegedokumentation und -organisation.

Für diesen Beruf ist es besonders wichtig, empathisch und geduldig zu sein, da die direkte Patienteninteraktion im Vordergrund steht. Zudem sind eine gute körperliche Verfassung und psychische Belastbarkeit erforderlich, um den Anforderungen des Alltags in medizinischen Einrichtungen gerecht zu werden.

Was ist der Unterschied zwischen Krankenpflegehelfer/-in und Pflegefachkraft?

Der Hauptunterschied zwischen Krankenpflegehelfer/-innen und Pflegefachkräften liegt in der Tragweite ihrer Verantwortlichkeiten und der Komplexität ihrer Tätigkeiten. Die größere Verantwortung der Pflegefachkräfte spiegelt sich in ihrer Befähigung wider, kritische Entscheidungen zu treffen und in komplexen oder Notfallsituationen eigenständig zu handeln, während Krankenpflegehelfer/-innen vorrangig ausführende und unterstützende Funktionen wahrnehmen.

Die Ausbildung zur Krankenpflegehelfer/-in

Die offizielle Berufsbezeichnung ist Gesundheits- und Krankenpfleger/-in, und ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. Umgangssprachlich wird häufig die Bezeichnung Krankenpfleger/-in verwendet. Die Ausbildung schließt mit in einer staatlichen Prüfung, die je nach Bundesland aus einem mündlichen, praktischen und oft auch schriftlichen Teil besteht. 

Voraussetzungen zur Ausbildung

Die Basis für den Einstieg in die Ausbildung zum/zur Krankenpflegehelfer/-in ist ein Hauptschulabschluss. Bewerber/-innen sollten zudem physisch und psychisch belastbar sein. Ein ärztliches Gesundheitszeugnis und ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis sind oft erforderlich, um die Eignung für die Arbeit im Gesundheitsbereich nachzuweisen. Wichtig sind auch soziale Kompetenzen wie Empathie und Kommunikationsfähigkeit.

Ausbildungsdauer, -inhalte und -struktur

Die Ausbildung zum/zur Krankenpflegehelfer/-in dauert ein Jahr. Sie wird an Berufsfachschulen für Pflege durchgeführt und kombiniert theoretischen Unterricht mit praktischer Erfahrung.

Im theoretischen Teil der Ausbildung werden Grundlagen der Pflege, Anatomie, Hygiene, Ernährungslehre sowie Erste Hilfe vermittelt. Diese Inhalte bereiten die Auszubildenden auf die praktischen Herausforderungen im Berufsalltag vor.

Die praktische Ausbildung findet in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder anderen gesundheitlichen Einrichtungen statt. Hier wenden die Auszubildenden ihr erlerntes Wissen direkt an, indem sie unter Anleitung erfahrener Pflegekräfte grundlegende Pflegetätigkeiten ausführen, Patientenbetreuung praktizieren und administrative Aufgaben kennenlernen.

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung für Krankenpflegehelfer/-innen ist in Krankenhäusern tariflich geregelt. Die Unterschiede in der Höhe der Vergütung zwischen verschiedenen Tarifverträgen sind nicht signifikant. Aktuell liegt die Ausbildungsvergütung für Krankenpflegehelfer/-innen in einer Bandbreite zwischen 1.000 und 1.100 Euro monatlich.

Was verdienen Krankenpflegehelfer/-innen nach der Ausbildung?

Die Grundgehälter für Krankenpflegehelfer/-innen sind ebenfalls durch Tarifverträge festgelegt. Ähnlich wie bei der Ausbildungsvergütung, gibt es auch hier nur geringe Unterschiede zwischen den einzelnen Tarifverträgen. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung variiert das Gehalt je nach Art des Arbeitsplatzes, der Berufserfahrung und der Trägerschaft der Einrichtung. Typischerweise bewegen sich die Gehälter für Krankenpflegehelfer/-innen mit zwei Jahren Berufserfahrung in einem Rahmen von etwa 2.800 bis 3.200 Euro monatlich. Hinzu kommen diverse Zuschläge und Sonderzahlungen, beispielsweise Jahressonderzahlungen oder das 13. Monatsgehalt.

Weiterbildungsoptionen

Nach der Ausbildung zum/zur Krankenpflegehelfer/-in stehen den Absolventen verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten offen, die zur beruflichen Qualifikation und Spezialisierung beitragen können. Eine häufig gewählte Option ist die Weiterbildung zur Pflegefachkraft. Diese ermöglicht es den Krankenpflegehelfer/-innen, eine umfassendere und tiefere medizinische Ausbildung zu erhalten, die sie zur Übernahme komplexerer und verantwortungsvollerer Aufgaben in der Pflege befähigt.

Darüber hinaus können sich Krankenpflegehelfer/-innen in spezifischen Bereichen weiterbilden, wie zum Beispiel in der Geriatrie, Palliativpflege oder in der psychiatrischen Pflege. Solche Weiterbildungen erweitern nicht nur die fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten, sondern verbessern auch die beruflichen Aufstiegschancen und das Gehaltspotenzial.

Es gibt auch kürzere Kurse und Zertifikate, die sich auf bestimmte Fähigkeiten oder Technologien konzentrieren, wie zum Beispiel Wundmanagement oder den Umgang mit Pflegetechnologie, die ebenfalls zur beruflichen Weiterentwicklung beitragen können. Durch ständige Weiterbildung können Krankenpflegehelfer/-innen ihre Qualifikationen erweitern und ihre Karrierechancen in einem sich stetig weiterentwickelnden Gesundheitssektor verbessern.

Zusammenfassung und häufig gestellte Fragen

Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/-innen werden immer wichtiger, da sie Pflegefachkräfte entlasten und unterstützen. Es gibt einen hohen Personalbedarf. Wichtigste Arbeitgeber sind Krankenhäuser, Fach- und Rehakliniken, Senioren- und Pflegeheime sowie Wohnheime und Wohngruppen für Menschen mit Behinderungen. Zusätzlich bieten auch Medizinische Versorgungszentren (MVZ), Facharztpraxen, Gesundheits- und Dialysezentren, Einrichtungen der Kurzzeitpflege und ambulante soziale Dienste berufliche Möglichkeiten.

Was macht eine Krankenpflegehelfer/-in?

Krankenpflegehelfer/-innen unterstützen Pflegefachkräfte bei der Betreuung und Versorgung von Patienten in medizinischen Einrichtungen.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung zum/zur Krankenpflegehelfer/-in dauert in der Regel ein Jahr.

Gibt es die Möglichkeit Pflegefachkraft zu werden?

Krankenpflegehelfer/-innen können sich in einer verkürzten Ausbildung zur Pflegefachkraft qualifizieren.

Wo arbeiten Krankenpflegehelfer/-innen?

Krankenpflegehelfer/-innen arbeiten in Krankenhäusern, Pflegeheimen und anderen Gesundheitseinrichtungen.

Wie hoch ist die Ausbildungsvergütung?

Die Ausbildungsvergütung für Krankenpflegehelfer/-innen liegt zwischen 1.000 und 1.100 Euro monatlich.

Was verdienen Krankenpflegehelfer/-innen?

Krankenpflegehelfer/-innen verdienen nach ihrer Ausbildung zwischen 2.800 und 3.200 Euro monatlich, zuzüglich Zuschlägen und Sonderzahlungen.


Letzte Aktualisierung
21.04.2024
Autor/Autorin
valmedi Redaktion
Bildgestaltung
Hanna Hillier

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