Weiterbildung zur Stationsleitung: Ablauf, Inhalte und Gehalt
Wie kann man Stationsleitung werden? Entdecken Sie den Ablauf, die Lerninhalte und die finanziellen Aspekte dieser lohnenden Weiterbildung in der Pflegebranche.

Dauer und Organisation
Die Weiterbildung „Leitung einer Station/eines Bereiches“ wird berufsbegleitend angeboten. Nach der seit 1. Oktober 2024 geltenden Empfehlung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) umfasst sie mindestens 720 Stunden Theorie, mindestens 80 Stunden praktische Weiterbildung in Form von Hospitationen, Modulprüfungen und eine mündliche Abschlussprüfung. Sie muss nach der DKG-Empfehlung innerhalb von höchstens vier Jahren abgeschlossen werden; der konkrete Zeitplan richtet sich nach dem Anbieter.
Viele Krankenhäuser unterstützen die berufliche Weiterentwicklung ihrer Mitarbeitenden durch passende Dienstplanung oder eine Beteiligung an den Lehrgangskosten. Ob und in welcher Höhe Kosten übernommen werden, ist betrieblich zu klären.
Lerninhalte
Die Weiterbildung verbindet Führung, Organisation, Personalentwicklung, Recht und Qualitätsmanagement. Die genaue Modulstruktur hängt vom anerkannten Anbieter und gegebenenfalls von landesrechtlichen Vorgaben ab.
Typische Lerninhalte sind:
- Personalführung und Personalentwicklung
- Pflegeplanung und Pflegedokumentation
- Budgetplanung und Betriebswirtschaft
- Gesprächsführung sowie Zeit- und Zielmanagement
- Arbeitsrecht und Dienstplangestaltung
- Case Management und Führungsinstrumente
- Arbeitssicherheit
- Qualitäts- und Prozessmanagement
- Aufbau- und Ablauforganisation
- Ethik in der Führung
- Öffentlichkeitsarbeit und Datenverarbeitung
Einsatzbereiche
Nach Abschluss der Weiterbildung können Pflegefachpersonen Leitungsaufgaben auf Stationen oder in anderen Pflegebereichen übernehmen. Auch die Wohnbereichsleitung ist ein möglicher Einsatzbereich.
Zu den Aufgaben zählen unter anderem Personal- und Dienstplanung, die Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen, die Sicherung von Pflegestandards sowie die Abstimmung mit Patientinnen, Patienten und Angehörigen. Das konkrete Aufgabenprofil hängt von Einrichtung, Station und übertragener Verantwortung ab.
Gehalt
Im kommunalen öffentlichen Dienst richtet sich die Eingruppierung nach den tatsächlich übertragenen Tätigkeitsmerkmalen. Stationsleitungen werden nach der Entgeltordnung des TVöD/VKA regelmäßig der Entgeltgruppe P 12 zugeordnet; für die Leitung einer „großen Station“ kommt P 13 in Betracht. Nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts liegt eine große Station regelmäßig vor, wenn mehr als zwölf Vollzeitkräfte fachlich unterstellt sind. Besondere Umstände können im Einzelfall zu einer anderen Bewertung führen.
Seit 1. Mai 2026 gelten in der Anlage E des TVöD/VKA folgende monatliche Tabellenentgelte:
- P 12: 4.657,22 Euro in Stufe 2 bis 5.493,13 Euro in Stufe 6.
- P 13: 4.894,78 Euro in Stufe 2 bis 5.778,68 Euro in Stufe 6.
Die konkrete Stufe hängt unter anderem von anrechenbarer Berufserfahrung und den tariflichen Stufenregeln ab. Zulagen und weitere Entgeltbestandteile können hinzukommen.
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- Letzte Aktualisierung
- 09.09.2026
- Autor/Autorin
- valmedi Redaktion
- Bildnachweis
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