Organspende: Ein Geschenk, das Leben rettet

Erfahren Sie mehr über die Bedeutung der Organspende, die Mythen, die sie umgeben und wie Ihre Entscheidung Leben retten kann. Informieren Sie sich über den Prozess und die wichtigsten Zahlen rund um die Organspende.

Zwei Personen halten ein rotes Herz in Richtung des mittigen Schriftzuges "Donate".

Wenn ein lebenswichtiges Organ dauerhaft versagt, kann eine Transplantation die letzte Behandlungsoption sein. In Deutschland stehen jedoch deutlich mehr Menschen auf der Warteliste, als Spenderorgane verfügbar sind.

Die wichtigsten Zahlen

Im Jahr 2025 gab es in Deutschland 985 postmortale Organspenderinnen und Organspender. Im Januar 2026 standen 8.207 Menschen auf der Warteliste für ein Spenderorgan; die meisten warteten auf eine Niere. Die Zahlen zeigen, dass verfügbare Organe den Bedarf weiterhin nicht decken.

Voraussetzungen einer postmortalen Organspende

Für eine postmortale Organspende müssen der irreversible Hirnfunktionsausfall nach den geltenden medizinischen Regeln festgestellt und eine Zustimmung zur Spende geklärt sein. Behandlung und Feststellung des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls sind organisatorisch und personell von der Organentnahme getrennt.

Eine Zustimmung kann zum Beispiel im Organspendeausweis, in einer Patientenverfügung oder im Organspende-Register dokumentiert sein. Liegt keine Erklärung vor, werden die nächsten Angehörigen nach dem mutmaßlichen Willen der verstorbenen Person gefragt. Es gibt keine feste Altersgrenze; entscheidend ist die medizinische Eignung der Organe im Einzelfall.

Welche Organe und Gewebe können gespendet werden?

Postmortal spendbare Organe sind:

  • Nieren
  • Leber
  • Herz
  • Lungen
  • Bauchspeicheldrüse
  • Dünndarm

Unter strengen gesetzlichen und medizinischen Voraussetzungen können zu Lebzeiten eine Niere oder ein Teil der Leber gespendet werden.

Zu den transplantierbaren Geweben gehören unter anderem:

  • Augenhornhaut
  • Herzklappen
  • Blutgefäße
  • Haut
  • Knochen und Weichteilgewebe

Die eigene Entscheidung dokumentieren

Die Entscheidung für oder gegen eine Organ- und Gewebespende ist persönlich und kann jederzeit geändert werden. Wer sie dokumentiert und mit Angehörigen bespricht, schafft Klarheit. Im Organspendeausweis und im Register lassen sich auch einzelne Organe oder Gewebe von einer Spende ausschließen.


Letzte Aktualisierung
28.07.2026
Autor/Autorin
valmedi Redaktion
Bildnachweis
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