Alarmierender Anstieg: Mehr Todesfälle durch Hautkrebs

Die Zahl stationärer Hautkrebsbehandlungen ist in Deutschland langfristig deutlich gestiegen. Aktuelle Destatis-Daten, wirksamer UV-Schutz und die ärztliche Abklärung auffälliger Hautstellen helfen, das Risiko sachlich einzuordnen.

Das Bild zeigt den Rücken eines Mannes mit einem Krebs unter einer Lupe.

Hautkrebs führt weiterhin zu einer wachsenden Zahl stationärer Behandlungen. Aktuelle Daten zeigen den langfristigen Trend, erlauben aber keine einfache Gleichsetzung von Behandlungsfällen, Neuerkrankungen und Todesfällen.

Hautkrebs-Trends in Deutschland

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts wurden 2024 rund 120.100 Menschen wegen Hautkrebs stationär behandelt. Das waren 94,5 % mehr als 2004. Die Zahl aller stationären Krebsbehandlungen ging im gleichen Zeitraum dagegen zurück.

2024 starben rund 4.500 Menschen an Hautkrebs. Gegenüber 2004 entspricht das einem Anstieg um 61,8 %. Die Statistik umfasst verschiedene Hautkrebsarten und beschreibt Todesfälle, nicht das individuelle Risiko einer einzelnen Person.

Warum die Zahlen steigen

UV-Strahlung ist ein zentraler vermeidbarer Risikofaktor für Hautkrebs. Zum langfristigen Anstieg stationärer Behandlungen tragen außerdem die alternde Bevölkerung und die höhere Lebenserwartung bei. Aus den Krankenhausdaten allein lässt sich der Anteil einzelner Ursachen nicht bestimmen.

Prävention und Früherkennung

  • Starke UV-Belastung und Sonnenbrände vermeiden, besonders in der Mittagszeit.
  • Schützende Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenbrille nutzen.
  • Unbedeckte Haut mit einem geeigneten Sonnenschutzmittel schützen und regelmäßig nachcremen.
  • Solarien meiden.
  • Neue oder auffällig veränderte Hautstellen ärztlich abklären lassen.

Früherkennung kann Hautkrebs in einem besser behandelbaren Stadium erkennen. Sie ersetzt jedoch nicht den UV-Schutz.

Behandlung von Hautkrebs

Die Behandlung hängt von Hautkrebsart, Ausdehnung, Lage und individuellen Faktoren ab. Häufig steht die vollständige operative Entfernung im Vordergrund. Je nach Befund kommen weitere Verfahren wie Strahlentherapie, Immuntherapie oder zielgerichtete Medikamente infrage. Eine pauschale Therapieempfehlung ist deshalb nicht möglich.

Bei einem konkreten Verdacht oder einer gesicherten Diagnose ist die dermatologische beziehungsweise onkologische Beratung entscheidend.


Letzte Aktualisierung
19.08.2026
Autor/Autorin
valmedi Redaktion
Bildgestaltung
Hanna Mimler

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Mehr stationäre Behandlungen und Todesfälle durch Hautkrebs