Homöopathie auf dem Prüfstand: Sollte es von Krankenkassen finanziert werden?
Eine nicht repräsentative Valmedi-Onlineumfrage aus dem Jahr 2017 zeigte deutliche Ablehnung einer Finanzierung homöopathischer Leistungen durch Krankenkassen. Die Ergebnisse dokumentieren die damalige Debatte, nicht die Haltung der Gesamtbevölkerung.

Sollen Kassen für Homöopathie zahlen? Über 87 % meinen nein!
Homöopathie wird kontrovers diskutiert. Valmedi fragte 2017 in einer Onlineumfrage, ob Krankenkassen homöopathische Leistungen finanzieren sollten. Die Teilnahme war offen; die Ergebnisse sind daher nicht repräsentativ und lassen sich nicht auf alle Versicherten übertragen.
Über 1.000 Befragungsteilnehmer
Mehr als 1.000 Personen beteiligten sich an der Befragung. Unterstützt wurde sie damals durch den Ärzte-Blog „ichbinarzt.de“. Die zahlreichen Kommentare zeigten, dass Befürwortung und Ablehnung häufig emotional begründet wurden.
Die Umfrage-Ergebnisse im Detail
Die Frage lautete: Sollen Krankenkassen – und damit die Versichertengemeinschaft – für Homöopathie bezahlen?
- 87,7 % lehnten eine Finanzierung ab und verwiesen auf den fehlenden Nachweis einer spezifischen Wirksamkeit.
- 4,1 % waren unentschieden und wollten die Entscheidung der jeweiligen Krankenkasse überlassen.
- 8,2 % befürworteten eine Finanzierung durch die Krankenkassen.
Diese Prozentwerte geben ausschließlich die Antworten der damaligen Onlineumfrage wieder. Auswahl der Teilnehmenden, Rekrutierungsweg und mögliche Mehrfachteilnahmen wurden nicht nach den Standards einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung kontrolliert.
Die Kommentare: Befürwortung und Ablehnung standen sich deutlich gegenüber
Viele Befürworterinnen und Befürworter verwiesen auf persönliche Erfahrungen und den Wunsch nach Wahlfreiheit. Gegnerinnen und Gegner stellten den wissenschaftlichen Wirksamkeitsnachweis und die solidarische Finanzierung in den Mittelpunkt. Abwertende Zuschreibungen helfen bei dieser Debatte nicht; entscheidend ist die Trennung zwischen persönlicher Erfahrung, wissenschaftlicher Evidenz und leistungsrechtlicher Entscheidung.
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen erläutert, dass trotz zahlreicher aussagekräftiger Studien für kein homöopathisches Mittel eine Wirksamkeit über Placebo hinaus nachgewiesen ist und dass für das behauptete Wirkprinzip keine plausible naturwissenschaftliche Grundlage besteht. Die historische Umfrage ist kein Wirksamkeitsnachweis, sondern ein Meinungsbild ihrer Teilnehmenden.
- Letzte Aktualisierung
- 08.09.2026
- Autor/Autorin
- valmedi Redaktion
- Bildnachweis
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