Fachweiterbildung Intensivpflege und Anästhesie

Die Fachweiterbildung Intensiv- und Anästhesiepflege bereitet Pflegefachpersonen auf die Versorgung kritisch kranker und narkotisierter Menschen vor. Dauer, Zugang und Abschluss richten sich nach Landesrecht und Anbieter.

OP-Schwester unterstützt im OP-Saal bei der Operation

Die Fachweiterbildung Intensiv- und Anästhesiepflege qualifiziert Pflegefachpersonen für die Versorgung kritisch kranker und narkotisierter Patientinnen und Patienten. Sie wird in der Regel berufsbegleitend angeboten; Zugang, Abschlussbezeichnung und Detailvorgaben richten sich nach dem jeweiligen Landesrecht und dem Weiterbildungsträger.

Typische Voraussetzungen sind eine abgeschlossene Pflegeausbildung beziehungsweise eine Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung und einschlägige Berufspraxis. Welche Einsatzzeiten vor Beginn oder während der Weiterbildung nachzuweisen sind, muss beim konkreten Anbieter geprüft werden.

Dauer und Organisation der Weiterbildung

Die Weiterbildung dauert bei vielen anerkannten Anbietern zwei Jahre und verbindet theoretischen Unterricht mit umfangreichen Praxiseinsätzen in Intensivpflege, Anästhesie und angrenzenden Funktionsbereichen. Prüfungsform, Stundenumfang und Bezeichnung sind landesrechtlich beziehungsweise durch die Weiterbildungsordnung des Trägers geregelt.

Am Universitätsklinikum Leipzig umfasst das veröffentlichte Modell für Erwachsene 720 Unterrichtsstunden und 2.000 Stunden praktische Weiterbildung. Andere Länder und Anbieter können abweichende Vorgaben haben; deshalb sind Zulassung, Anerkennung und Finanzierung vor der Bewerbung direkt beim Weiterbildungsträger zu prüfen.

Lerninhalte Weiterbildung Anästhesie- und Intensivpflege

Der Weg zur Spezialisierung als Pflegefachkraft für Anästhesie und Intensivpflege setzt eine umfangreiche berufliche Weiterbildung voraus. Diese Ausbildung bereitet Pflegefachkräfte darauf vor, ihre Fachkenntnisse und praktischen Fähigkeiten in diesen anspruchsvollen und spezialisierten Bereichen einzusetzen. Während die spezifischen Inhalte der Weiterbildung je nach Einrichtung variieren können, stellt das Universitätsklinikum Leipzig ein prägnantes Modell für die strukturierte Weiterbildung in diesen Bereichen dar.

Die berufsbegleitende Weiterbildung am Universitätsklinikum Leipzig konzentriert sich auf die Anästhesie- und Intensivpflege im Erwachsenenbereich und erstreckt sich über einen Zeitraum von zwei Jahren. Eine gesonderte Fachweiterbildung ist für diejenigen vorgesehen, die in der Kinderkrankenpflege tätig sind.

Die Weiterbildung umfasst insgesamt 720 Unterrichtsstunden, die sowohl Theorie als auch Praxis umfassen. Sie ist in modular aufgebaute Grund- und Aufbaustufen organisiert. Jedes Modul zielt darauf ab, die zukünftigen Anästhesie-Schwestern/-Pfleger und Intensiv-Krankenschwestern/-Pfleger mit den Kenntnissen und Fähigkeiten auszustatten, die sie benötigen, um ihre Patienten effektiv zu versorgen.

Die Grundstufe beinhaltet unter anderem Module wie:

  • Gesundheitswissenschaften
  • Qualitätsmanagement
  • Sozialwissenschaften
  • Humanwissenschaften
  • Betriebswirtschaft und Organisation
  • Pflegewissenschaften, Pflegepraxis und Pflegeforschung

Die Aufbaustufe fokussiert auf Themen wie:

  • Pflegefachwissen in der Intensivpflege und Anästhesie
  • Fachwissenschaftliche Kenntnisse in Intensivpflege und Anästhesie
  • Spezifische Sozialwissenschaften
  • Recht

Die Inhalte werden von ausgewiesenen Fachexperten vermittelt, während Praxisanleiter die praktischen Anteile der Weiterbildung begleiten. Diese praktischen Anteile umfassen insgesamt 2000 Stunden und finden in verschiedenen Einsatzbereichen statt, einschließlich Intensivstationen, Anästhesie und anderen Funktionsbereichen wie Dialyse, Rettungsdienst, Notaufnahme oder Endoskopie.

Es ist wichtig zu beachten, dass, obwohl wir das Modell des Universitätsklinikums Leipzig als Beispiel verwenden, die Struktur und die Inhalte der Weiterbildung in anderen Kliniken ähnlich sein können. Diese Weiterbildung ist staatlich anerkannt und entspricht den Vorgaben der geltenden Sächsischen Weiterbildungsverordnung (SächsGfbWBVO).

Vergütung von Fachkräften in der Intensivpflege und Anästhesie

Die Vergütung hängt von Arbeitgeber, Tarifbindung, übertragenen Aufgaben, Erfahrungsstufe und Zulagen ab. Im TVöD-P werden Beschäftigte mit abgeschlossener Fachweiterbildung und entsprechender Tätigkeit typischerweise einer höheren Pflege-Entgeltgruppe zugeordnet als Pflegefachpersonen ohne diese Spezialfunktion. Die frühere Darstellung mit den allgemeinen Entgeltgruppen 9 bis 12 und einem pauschalen Aufschlag von 20 bis 30 Prozent ist nicht belastbar und wird deshalb nicht fortgeführt.

Für einen Vergleich sollten Bewerberinnen und Bewerber die aktuell geltende Pflegetabelle, die persönliche Stufenzuordnung sowie Schicht-, Intensiv-, Bereitschafts- und weitere Zulagen getrennt prüfen. Nicht tarifgebundene Arbeitgeber können abweichende Modelle verwenden.

Berufliche Perspektiven

Die Fachweiterbildung eröffnet spezialisierte Tätigkeiten auf Intensivstationen, in Anästhesieabteilungen, Aufwachräumen und weiteren Funktionsbereichen. Mit zusätzlicher Erfahrung und den jeweils geforderten Leitungsqualifikationen sind auch Praxisanleitung, Bildungsaufgaben oder Leitungsfunktionen mögliche Entwicklungsschritte.


Letzte Aktualisierung
15.08.2026
Autor/Autorin
valmedi Redaktion
Bildnachweis
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